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Van Gogh im Frankfurter Städel Museum

Verkanntes Genie, Mythos, Begründer der modernen Malerei: Vincent van Gogh wurde verkannt, entdeckt und überhöht. In einer Ausstellung zeigt das Städel Museum 50 zentrale Bilder und insgesamt 120 Werke des niederländischen Malers und seine Bedeutung für die moderne Kunst in Deutschland. Unter dem Titel „Making Van Gogh“ thematisiert die Präsentation, durch welche Akteure und Entwicklungen es zur Mystifizierung des niederländischen Malers kam.

weidern von van Gogh

Zu Lebzeiten hat er kein einziges Bild verkauft, aber heute erzielen seine Arbeiten Rekordpreise und sein Leben wurde in unzähligen Biografien und drei Dutzend Filmen besprochen. Der künstlerische Werdegang van Goghs ist interessant bis kurios und das macht ihn so interessant als Fragestellung der aktuellen Ausstellung in Frankfurt. Das Städel fühlte sich dem Künstler früh verbunden. Bereits 1908 besaß es das Gemälde „Bauernhaus in Nuenen“ und die Zeichung „Kartoffelpflanzerin“, 1911 kam mit dem „Bildnis des Dr. Gachet“ eines der berühmtesten Werke van Goghs hinzu.

Vincent van Gogh (1853–1890), Selbstporträt, 1887 – Quelle: Städel Museum
Vincent van Gogh (1853–1890), Selbstporträt, 1887 – Quelle: Städel Museum

„Making Van Gogh“ erzählt die Entstehung und den Einfluss des Mythos van Goghs in drei Kapiteln, die sich mit seiner Popularität in Deutschland, seinen Fürsprechern und der Rezeption seiner Kunst beschäftigen. 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier werden zu sehen sein und weitere 70 Werke von deutschen Künstlerinnen und Künstlern, die von dem Impressionisten inspiriert wurden. Dazu zählen Größen wie Gabriele Münter oder Max Beckmann.