Beschreibung
Brauchen wir wirklich noch einen weiteren Stuhl? Ja, natürlich! Stühle sind mehr als nur funktional; sie sind verdichtete Manifestationen von Kunst und Kultur. Sie sind jene unverzichtbare Schnittstelle zwischen der natürlichen Welt und der Zivilisation. Zudem steht der Olivia Chair ganz für sich allein. Die geformten Sperrholzschichten machen ihn zugleich schlank und stabil. Er wirkt wie ein grafisches Zeichen: ein schmales Profil von der Seite, und beinahe zweidimensional von vorn oder hinten. Gleichzeitig besitzt er eine eigenständige Formensprache, die zum Sitzen einlädt und dem Körper eine harmonische Symmetrie verleiht – fast wie ein Ritual. Olivia Chair erlaubt jedoch auch lässiges Sitzen, wobei die konkave Form als einladender Gegenpunkt wirkt.
Der Olivia Chair erforscht, wie sich Leichtigkeit, Stabilität und Komfort vereinen lassen: schlank im Erscheinungsbild und dennoch bequem, sagt Tatu Laakso. Und natürlich vollständig aus erneuerbarem Holz gefertigt. „Die Öffnung in der Rückenlehne lässt dich auf deinen Rückenmuskeln ruhen, nicht auf deiner Wirbelsäule – das sorgt selbst bei den längsten Abendessen für Komfort“, erklärt Tatu Laakso.
Mit besonderem Augenmerk auf Details gestaltete der junge finnische Designer die Beine etwas dicker als die Rückenlehne, um Haltbarkeit und Stärke zu gewährleisten. Der Stuhl besteht aus formgepresstem Eichen- und Gummibaumfurnier und ist in fünf verschiedenen lackierten Ausführungen erhältlich.
Tatu Laakso entwarf den Stuhl bereits während seines Masterstudiums an der Aalto-Universität für Kunst, Design und Architektur. Er war sowohl inspiriert als auch herausgefordert, Alvar Aaltos eher robuste Designs zu hinterfragen. „Wir hatten Aalto-Möbel in der Schule, in Bibliotheken, in allen möglichen öffentlichen Räumen hier in Finnland. Damit ist man aufgewachsen – immer schön anzuschauen und zu benutzen. Man nahm sie als selbstverständlich hin und erkannte sie als Kind nicht einmal als gutes Design.“





